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Diagnose Prostatakrebs: Heilung dank Früherkennung und hochmoderner Therapie
Die Diagnose Prostatakrebs ist für die Betroffenen ein Schock. Durch Früherkennungsmaßnahmen, zunehmend bessere Diagnosemöglichkeiten und moderne OP-Technologien lassen sich die Heilungschancen der Patienten maßgeblich steigern.



65.000 Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr – 12.000 Betroffene sterben: Das Prostatakarzinom ist die häufigste solide Tumorart beim Mann. Dabei haben die Erkrankten im frühen Stadium meist keine Beschwerden. Erst wenn sich der Krebs bereits im Körper verbreitet hat, treten Symptome wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut im Urin oder Knochenschmerzen auf. Früherkennung spielt bei dieser Erkrankung deshalb eine sehr wichtige Rolle – auch weil man einem Prostatakarzinom nicht vorbeugen kann. Auf diese Weise erhielt Michael Assenmacher, der seit seinem 45. Lebensjahr zu Vorsorgeuntersuchungen geht, seine Diagnose. „Bei der letzten Untersuchung hat mein Urologe etwas Auffälliges festgestellt“, erzählt der heute 58-Jährige. Die Biopsie der Prostata ergab: Michael Assenmacher leidet an einem Prostatakarzinom. Dank früher Erkennung und optimaler medizinischer Versorgung ist er heute vollständig geheilt.

Bestrahlung oder Operation

Nach der Diagnose muss zunächst die Risikoklasse des Karzinoms festgestellt werden. Während bei geringem Risiko oftmals zunächst eine intensive Überwachung ausreicht, stehen bei mittlerem Risiko – wie im Fall von Herrn Assenmacher – zwei Behandlungsoptionen zur Wahl: Bestrahlung und Operation. Prof. Dr. Boris Hadaschik, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Essen, erklärt: „Dank der robotischen Chirurgie und der bildgeführten Strahlentherapie lassen sich sowohl Operation als auch Bestrahlung heute sehr schonend für den Patienten durchführen. Bei Herrn Assenmacher haben wir uns unter Berücksichtigung seiner Wünsche für eine Operation entschieden.“

Operation mit Roboterunterstützung

Die Operation konnte bei Michael Assenmacher minimal-invasiv durchgeführt werden – mit einem modernen Operationsroboter. „Der Operateur gibt natürlich die Bewegungen vor“, erläutert Oberärztin Dr. Nina Harke, die als Leiterin der Sektion roboterassistierte Urologie den Eingriff durchgeführt hat. „Der Roboter setzt sie dann absolut zitterfrei um. Auf diese Weise kann man sehr fein operieren und wichtige Strukturen wie die Nervengefäßbündel und die Harnröhre schonen.“ Dieses schonende Vorgehen sei wichtig für die Regeneration. Professor Hadaschik: „Das oberste Ziel ist, beim Entfernen des Tumors die Kontinenz und möglichst auch die Potenz des Patienten zu erhalten.“

Zentrales Thema Früherkennung

Die Vorsorgeuntersuchungen haben Michael Assenmacher vor einem schwerwiegenderen Krankheitsverlauf bewahrt, denn: Früh genug erkannt, lässt sich der Krebs durch Operation oder Bestrahlung sehr häufig komplett entfernen. Die Erkrankung ist somit in der Anfangsphase heilbar. „Im späteren Stadium haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in der Vergangenheit deutlich verbessert, sodass wir auch hier den Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen können. Eine Heilung ist dann allerdings nicht mehr möglich“, betont Prof. Hadaschik. Neben der Tastuntersuchung, bei der der Urologe Veränderungen der Prostata und mögliche Tumore im Enddarm entdecken kann, spielt zur Früherkennung der PSA-Bluttest eine große Rolle. Aufgrund seiner hohen Sensitivität entdeckt er jedoch einerseits auch viele ungefährliche Tumoren, andererseits gibt es Tumoren, die wenig PSA produzieren, so dass der Test trotz Erkrankung negativ ausfallen kann. Die Urologie der Universitätsmedizin Essen setzt sich deshalb für die kontinuierliche Verbesserung der Diagnose- und Therapieverfahren ein. „Es geht darum, die aggressiven Tumore besser zu erkennen und dadurch die Sterblichkeit der betroffenen Patienten zu verringern. Dazu wird zum einen der optimale Einsatz des PSA-Wertes weiter erforscht. Zum anderen gewinnen auch bildgebende Verfahren wie die Magnet-Resonanz-Tomografie bei der Diagnostik an Bedeutung. Aktuell laufen große Studien, die diese Fragestellungen national und international untersuchen“ so Hadaschik.

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Stichwort: Urologie

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